Erinnert ihr euch an die 90er und die Spice Girls? Das ist ja schon ein paar Tage vorbei, gefühlt doch erst gestern gewesen. Heute Morgen, erschreckend klar und unverblümt, war ein Gedanke da. Sie ist weg. Eigentlich wollte ich sie doch für immer behalten?
Ihr kennt es noch? Das Gefühl, sich jung, frei, frech, clever und voller Energie zu fühlen. Alles ist möglich, nichts ist fix. Das ist sie, die Girlpower. Die Welt hat uns gehört und nur darauf gewartet, jeden Tag aufs Neue erobert zu werden. Und diese Freiheiten haben wir uns auch genommen, jeden Tag genossen und einfach nur gelebt. Die Realität blickt mir gerade müde aus dem Spiegel entgegen. Die innere Rebellin ist noch da, aber sie hat sich gut angepasst verschanzt zwischen all den erwachsenen Verpflichtungen und Sorgen. Die Welt, wir, du, ich, alles auf den eigenen Schultern.
Ganz selten trauen sich noch Gedanken in den Vordergrund die noch die junge Rebellin spüren lassen: „Was tue ich verdammt noch mal eigentlich hier?“, „Warum tue ich mir das alles überhaupt an?“, oder auch einer meiner beliebten Überlegungen „Das ist doch nicht euer Ernst?“. Die Liste endlos erweiterbar, orientiert an den nun erstmals begrenzt scheinenden Energiereserven, gar nicht zu reden von meiner definitiv abgenutzten Neugier auf alles und jedes.
Girl Power also ade, braucht es einfach Frauen Power?
Das Zaudern hat ein Ende. Ich will mich endlich wieder spüren, wieder vor Neugier auf das Kommende brennen. Was soll schon passieren. Ein paar Schmetterlinge im Bauch wären natürlich auch nicht schlecht. Die Gewissheit ist schnell gefunden, es wird wieder aufregend, strahlend und einfach nur l(i)ebenswert. Der Entschluss steht wirklich fest, weg mit den müden Gesichtern, den müden Gedanken – Rebellion ist angesagt.
BIST DU DABEI?
Wir wollen uns ab sofort wieder aufregend, unbesiegbar und begehrenswert finden. Denkst Du gerade, das wird eine Herkulesaufgabe? Absolut nicht, ganz im Gegenteil, da bin ich ganz sicher. Wir können nur gewinnen und kramen jetzt gemeinsam unseren Mut aus seinem finsteren Versteck. Wir beginnen wieder ja zu unserem Leben und unsere Unvernunft zu sagen. Dazu noch eine Prise Zuversicht, das Leben will einfach wieder von uns gelebt werden!
Warum jetzt und nicht morgen? Den Unterschied macht die Erkenntnis, unser Leben ist nicht endlos. In diesem Sinne, „momento mori“, bedenke die Sterblichkeit!
Ein Hoch auf unser Leben!
Alles Liebe, Christina
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